DITTRICH & SCHLECHTRIEM

Andreas Greiner

Jungle Memory

11 Sep 2020 – 31 Oct 2020

English German

GALLERY WEEKEND BERLIN
11 – 13 SEPTEMBER 2020

 

DITTRICH & SCHLECHTRIEM are pleased to present a second solo exhibition by Andreas Greiner (b. Aachen, Germany, 1979) at the gallery. Titled Jungle Memory, the show will open on occasion of the 2020 Gallery Weekend Berlin.

In Andreas Greiner’s work, there is no contradiction between art and science. He charts complex concerns that let us see vital issues in contemporary society, including environmental and ecological challenges, in a fresh perspective. Yet in our age of climate change and the mass extinction of species, is the language of art actually capable of adequately articulating these concerns?

Bernard Vienat has argued that Greiner’s art may be read as giving voice to the non-human and voiceless—the microorganisms, insects, and plants—with whom we share a single ecosystem. Perhaps most importantly, it offers us an opportunity to reconsider our stance vis-à-vis “our environment,” and it does so with a certain poetic energy that mobilizes words and voices as well as images and living creatures.

In Jungle Memory, Andreas Greiner probes the relationship between ecology and technology. Most of the works in the exhibition were made with the aid of artificial intelligence. A dataset comprising several thousand photographs that Greiner shot at the ancient Hambacher Forst and Białowieża forests was fed into a digital calculus to derive the idea of a forest. Hambacher Forst has emerged as a symbol of the resistance to coal mining; in Białowieża, Poland, logging plans posed an immediate threat to one of Europe’s last surviving primeval forests. Processing the pictures, the artist created generated recollections or algorithmic projections of an abundant and unruly nature whose romantic flair is unmistakable. On the other hand, their making consumed considerable natural resources, suggesting the Janus-faced character of technological progress: although our technologies may be becoming greener, we also need to reduce our energy usage if we hope to stop the predatory exploitation of nature.

GALLERY WEEKEND BERLIN
11 – 13 SEPTEMBER 2020

 

DITTRICH & SCHLECHTRIEM freuen sich, eine zweite Soloausstellung von Andreas Greiner (geb. 1979 in Aachen, Deutschland) in der Galerie zu präsentieren. Die Ausstellung mit dem Titel Jungle Memory wird im Rahmen des Gallery Weekend Berlin 2020 eröffnen.

Zwischen Kunst und Wissenschaft gibt es keinen Widerspruch im Schaffen von Andreas Greiner. Er eröffnet Zusammenhänge, die einen anderen Blick auf wichtige gesellschaftliche Themen unserer Gegenwart ermöglichen. Umwelt und Ökologie gehören zu diesen Themenkomplexen – aber kann man diese in Zeiten von Klimawandel und Artensterben in der Sprache der Kunst überhaupt angemessen zum Ausdruck bringen?

Laut Bernard Vienat kann Greiners Kunst als Stimme der nichtmenschlichen Stimmlosen betrachtet werden: der Mikroorganismen, Insekten und Pflanzen, die mit uns ein Ökosystem teilen. Er bietet uns vor allem eine Möglichkeit, unsere Haltung gegenüber „unserer Umwelt“ zu überdenken, und das mit einer gewissen Poesie, die sowohl Wörter und Stimmen als auch Bilder und Lebewesen mobilisiert.

In Jungle Memory verhandelt Andreas Greiner das Verhältnis von Ökologie und Technologie. In der Ausstellung werden hauptsächlich Werke präsentiert, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz entstanden sind. Auf Grundlage eines Datensatzes von mehreren Tausend Fotografien, die Greiner im Hambacher Forst und im Białowieża-Urwald geschossen hat, wurde die digitale Vorstellung eines Waldes errechnet. Der Hambacher Forst ist mittlerweile zu einem Symbol für den Widerstand gegen den Kohleabbau geworden, während im polnischen Białowieża eines der letzten verbliebenen Urwaldgebiete Europas unmittelbar von Abholzung bedroht war. Aus dem Bildmaterial entstanden generierte Erinnerungen an bzw. algorithmische Projektionen auf eine reichhaltige, unbändige Natur, die durchaus romantisierend wirken. Gleichzeitig entstanden sie unter einem hohen Aufwand an Ressourcen, die uns die Janusköpfigkeit des technologischen Fortschritts vor Augen führen: Denn auch wenn unsere Technologien grüner werden, müssen wir auch unseren Energieverbrauch drosseln, damit wir den Raubbau an der Natur aufhalten können.

For further information on the artist and the works or to request images, please contact Nils Petersen, nils(at)dittrich-schlechtriem.com.

Für weitere Informationen zum Künstler und den Arbeiten und für Bildanfragen wenden Sie sich bitte an Nils Petersen, nils(at)dittrich-schlechtriem.com.

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