Ersan Mondtag, Nadim Samman

Alternde Meister

11.09.2026 – 13.09.2026

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As part of Berlin Art Week, Ersan Mondtag and Nadim Samman stage a dialogue between 25 performers and the collection of the Gemäldegalerie. Confronting the pictorial worlds of the Old Masters with the transience of contemporary bodies and biographies, the performance unfolds as a bridge between theatre and museum. A living tableau emerges, revolving around exhaustion and renewal, disappearance and endurance.

Alternde Meister connects the mythical temporality of religious and allegorical imagery with the lived time of artists and their careers. At the same time, the work offers a collective portrait of Berlin, a city that built its identity over recent decades on youth and freedom, and now finds itself confronting the fractures within the narrative.

Throughout each presentation, the performance repeats in a continuous 30-minute cycle. At the beginning of every sequence, the performers remain motionless in different galleries, appearing among the paintings as though they belonged to the museum’s collection. Gradually they come to life, dress themselves, and carry out individual actions before gathering for a collective ceremony. The group then disperses, and a new cycle begins.

The dramaturgy draws on Lucas Cranach the Elder’s The Fountain of Youth (1546), a meditation on ageing and morality. Rather than preparing for a celebration, however, the performers assemble for a funeral. In each cycle, one performer becomes the focus of the ceremony and is mourned by the others. Accompanied by Gustav Mahler’s Kindertotenlieder, the ritual ultimately transforms grief into shared laughter, before the performers freeze once more in tableau where mourning and vitality converge.

Running concurrently at DITTRICH & SCHLECHTRIEM, Dispair extends many of the questions explored in Alternde Meister into sculpture and installation. Developed specifically for the exhibition, the new body of work comprises monumental sculptures in carbonized wood alongside reliefs in wood and silicone, approaching memory as something that becomes materially inscribed in bodies and objects. Across both projects, Mondtag examines mortality, desire, and collective memory, understanding material itself as a carrier of time, transformation, and lived experience.

The performance premiers on Friday, September 11, 7–10 PM. Additional stagings are held on Saturday and Sunday, September 12 and 13, from 10:30 AM to 5:30 PM. The premiere requires a ticket via the Berlin Ensemble. Saturday and Sunday performances are accessible with admission to the Gemäldegalerie.

Im Rahmen der Berlin Art Week inszenieren Ersan Mondtag und Nadim Saman einen Dialog zwischen 25 Performer*innen und der Sammlung der Gemäldegalerie: Sie stellen den Bildwelten der Alten Meister die Vergänglichkeit heutiger Körper und Biografien gegenüber. Als Brücke zwischen Theater und Museum entfaltet sich ein Tableau vivant, das um Erschöpfung und Erneuerung, Verschwinden und Fortbestehen kreist.

Alternde Meister verbindet die mythische Zeit religiöser und allegorischer Bildwelten mit der gelebten Zeit von Künstler*innen und ihren Laufbahnen. Das Stück zeichnet zugleich ein kollektives Porträt Berlins, einer Stadt, die ihre Identität in den vergangenen Jahrzehnten auf Jugend und Freiheit gegründet hat und sich nun mit den Brüchen dieser Erzählung auseinandersetzt.

Die Performance wiederholt sich während der Aufführungen in einem 30-minütigen Zyklus. Zu Beginn jeder Sequenz verharren die Performer*innen regungslos in verschiedenen Ausstellungsräumen. Sie erscheinen zwischen den Gemälden, als gehörten sie zur Sammlung. Nach und nach erwachen sie, kleiden sich an und führen individuelle Handlungen aus, ehe sie sich an einem gemeinsamen Ort zu einer kollektiven Zeremonie versammeln. Anschließend löst sich die Gruppe wieder auf und ein neuer Zyklus beginnt.

Die Dramaturgie orientiert sich an Lucas Cranachs d.Ä. Gemälde Der Jungbrunnen (1546), einer Auseinandersetzung mit Alter und Vergänglichkeit. Statt sich auf ein Fest vorzubereiten, versammeln sich die Performer*innen zu einer Trauerfeier.
In jedem Zyklus steht eine Person im Mittelpunkt und wird von den übrigen Mitwirkenden betrauert. Das Ritual wird von Gustav Mahlers Kindertotenliedern begleitet. Statt in Verzweiflung zu enden, löst sich die Trauer in gemeinsamem Lachen auf, das schließlich zu einem Tableau erstarrt, in dem Trauer und Lebendigkeit miteinander verschmelzen.

Parallel zeigt DITTRICH & SCHLECHTRIEM Ersan Mondtags Einzelausstellung Dispair, die zentrale Fragen aus Alternde Meister aufgreift und in Skulptur und Installation weiterführt. Die eigens entwickelte Werkgruppe umfasst großformatige Skulpturen aus karbonisiertem Holz sowie Reliefs aus Holz und Silikon und versteht Erinnerung als etwas, das sich materiell in Körper und Objekte einschreibt. In beiden Projekten verhandelt Mondtag Vergänglichkeit, Begehren und kollektives Gedächtnis und begreift Material als Träger von Zeit, Veränderung und gelebter Erfahrung.

Die Premiere der Performance findet am Freitag, 11. September von 19 bis 22 Uhr statt. Weitere Performances finden am Samstag und Sonntag, 12. Und 13. September, jeweils von 10:30 bis 17:30 Uhr statt. Für die Premiere wird ein Ticket, erhältlich via das Berliner Ensemble, benötigt. Die Vorstellungen am Samstag und Sonntag können mit einer Eintrittskarte der Gemäldegalerie für den jeweiligen Tag besucht werden.

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